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Lafontainestraße 5
Hier wohnten Edmund Aronsohn, Fanny Aronsohn, geb. Rosenthal, und Oskar Aronsohn.

Der Rechtsanwalt und Notar Justizrat Edmund Aronsohn starb 1939. Wie er starb und was ihm durch Boykotthetze und Rassengesetze an Schikanen und Verfolgung widerfuhr, ist nicht bekannt. Seine Frau Fanny Aronsohn geb. Rosenthal musste die Wohnung in der Lafontainestr. 5 verlassen und in ein so genanntes "Judenhaus" (Königstr. 62 – heute Ernst-Weise-Straße) ziehen.

Am 1. Juni 1942 wurde die 58jährige mit 131 weiteren jüdischen Hallensern nach Sobibor bei Lublin deportiert und dort am 3. Juni 1942 ermordet.

Der gemeinsame Sohn Oskar Aronsohn lebte seit 1938 in der jüdischen Heilanstalt Bendorf-Sayn bei Koblenz. Zwei Wochen nach dem Tod der Mutter wurde auch er, zusammen mit den letzten Patienten und Pflegern der jüdischen Heilanstalt, deportiert und genau wie sie in Sobibor ermordet.


 


Quellen:

Privatarchiv Gudrun Goeseke

http://www.gedenkbuch.halle.de
Volkhard Winkelmann und Schülerprojekt "Juden in Halle" des Südstadt-Gymnasiums Halle (Hrsg.)
"Unser Gedenkbuch für die Toten des Holocaust in Halle"
Halle 2004, 2. Auflage, weitere Aktualisierungen eingeschlossen