| zurück zur Übersicht |  
 
 




Lafontainestr. 23

Hier wohnte Marie Fürth geb. Amann

Marie Fürth geb. Amann wurde 1881 in Prag geboren. Sie war Mitglied der Evangelischen Laurentiusgemeinde. Nach Erlass der so genannten "Rassengesetze" wurde sie von den Behörden gezwungen, ihre Wohnung in der Lafontainestr. 23 aufzugeben und in ein so genanntes "Judenhaus" (Harz 48) zu ziehen.
Marie Fürth wurde, gemeinsam mit 154 weiteren Juden, am 1.Juni 1942 von Halle nach Sobibor bei Lublin deportiert und dort am 3.Juni 1942 mit Gas ermordet. Sie war 60 Jahre alt.
In den Kirchenakten der Laurentiusgemeinde befindet sich hinter ihrem Namen der Vermerk "nach Osten verzogen".
Ihr Sohn nahm als britischer Offizier am 2.Weltkrieg teil und ist heute kanadischer Staatsbürger.


 


Quellen:

Privatarchiv Gudrun Goeseke

http://www.gedenkbuch.halle.de
Volkhard Winkelmann und Schülerprojekt "Juden in Halle" des Südstadt-Gymnasiums Halle (Hrsg.)
"Unser Gedenkbuch für die Toten des Holocaust in Halle"
Halle 2004, 2. Auflage, weitere Aktualisierungen eingeschlossen