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Rannische Straße 3

Harry Alexander, 1936
Foto: Gedenkbuch

Gustav-Rudolf Alexander
Foto: Gedenkbuch

Ruth Alexander
Foto: Gedenkbuch
Hier wohnten Harry Alexander, Gustav-Rudolf Alexander und Ruth-Elli Alexander

Von den 6 Kindern der Familie Alexander wurden drei ermordet. Der jüdische Vater, Max Heinrich Alexander, überlebte das Ghetto Theresienstadt.

Harry Alexander wurde am 14.6.1938 in das KZ Buchenwald eingeliefert. Vier Jahre später, im März 1942, wurde er mit weiteren jüdischen Häftlingen aus Buchenwald in die Nervenheilanstalt Bernburg gebracht. Dort war, als Vorläufer der späteren Vernichtungslager, ein abgeteilter Bereich des Krankenhauses in eine Tötungsanstalt mit Gaskammer und Krematorium verwandelt worden. In der so genannten T4-Aktion des Euthanasieprogramms wurden hier zunächst Patienten aus ganz Deutschland vergast. Unter dem bürokratischen Aktenkürzel 14f13 kamen dann auch Transporte mit jüdischen Häftlingen, die im KZ Buchenwald für die Ermordung ausgewählt worden waren in diese Gaskammer. Zu diesen Opfern gehörte Harry Alexander. Um die systematischen Ermordungen zu vertuschen, wurden gefälschte Sterbedaten und -orte ins Amtsregister eingetragen.

Gustav Rudolf Alexander wurde zunächst in Halle inhaftiert und dann ins KZ Sachsenhausen gebracht. Dort starb er 37jährig am 7. Oktober 1942.

Ruth-Elli Alexander arbeitete im Büro des Rechtsanwalts Adolf Goldberg, Große Steinstr. 12, der 1940 verhaftet und wie Harry Alexander in Bernburg ermordet wurde. Ruth-Elli Alexander wurde 1942 deportiert. Ihr weiteres Schicksal ist unbekannt.

 


 


Quellen:

Privatarchiv Gudrun Goeseke

http://www.gedenkbuch.halle.de
Volkhard Winkelmann und Schülerprojekt "Juden in Halle" des Südstadt-Gymnasiums Halle (Hrsg.)
"Unser Gedenkbuch für die Toten des Holocaust in Halle"
Halle 2004, 2. Auflage, weitere Aktualisierungen eingeschlossen