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Rathenauplatz 14 (damals Kaiserplatz)

Prof. Dr. Max Fleischmann, 1926
Foto: Uni-Archiv

Hier wohnte Prof. Dr. Max Fleischmann

Geboren am 5.Oktober 1872 in Breslau;
1921 Berufung an die Rechts- und Staatswissenschaftliche Fakultät der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg - Professor für Staats- und Kolonialrecht mit Lehrauftrag für Landwirtschaftsrecht; als international bekannter Völkerrechtler auch Gutachter für internationale Streitfälle;
Senatspräsident am Reichswirtschaftsgericht;
1922-27 und 1931/32 Dekan der Juristischen Fakultät;
1925/26 Rektor der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg;
1927 Gründung eines "Instituts für Zeitungswesen", Vorläufer von Medien- und Kommunikationswissenschaft;
1928 initiiert Fleischmann anlässlich des 200.Geburtstages von Christian Thomasius, Jurist und 1.Rektor der halleschen Universität, eine Stiftung;
1930 unterzeichnet er als Vertreter der Weimarer Republik die Schlussakte der Haager Konferenz für die Kodifikation des Völkerrechts;
1935 wird er wegen seiner jüdischen Herkunft zwangsweise in den Ruhestand versetzt;
1936 Entzug der Lehrerlaubnis;
1941 Umzug nach Berlin und Kontakte zu Mitgliedern des späteren militärischen Widerstands.
Wegen seiner Weigerung den Judenstern zu tragen, wollte die Gestapo ihn am 14. Januar 1943 im Hause des ehemaligen Justizministers Eugen Schiffer festnehmen. Er entzog sich der Verhaftung durch Flucht in den Tod.

Max Fleischmann    
Ein Film von Christina Brause und Stefanie Weiser.
Entstanden im Rahmen des Projekts "Stolpersteine - Filme gegen das Vergessen" des Masterstudiengangs MultiMedia & Autorschaft an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg, 2015. HIER >>>

 

 


Quellen:

Privatarchiv Gudrun Goeseke

http://www.gedenkbuch.halle.de
Volkhard Winkelmann und Schülerprojekt "Juden in Halle" des Südstadt-Gymnasiums Halle (Hrsg.)
"Unser Gedenkbuch für die Toten des Holocaust in Halle"
Halle 2004, 2. Auflage, weitere Aktualisierungen eingeschlossen