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Schleiermacherstraße 13 (damals Kronprinzenstraße)

Hier wohnten Lieselotte Wartenberg, geb. Bacher und Walter Wartenberg

Lieselotte Wartenberg war die Enkelin des Kaufhausgründers Julius Bacher (1833-1891). Sein SPORTHAUS JULIUS BACHER, Leipziger Straße 102 führte ein Spezialsortiment Sportausrüstungen.
Am 23.Juli 1940 wurden Lieselotte Wartenberg und ihr Sohn Walter Wartenberg auf Grund des § 2 des Gesetzes über die Aberkennung der Deutschen Staatsbürgerschaft vom 14.Juli 1933 "der deutschen Staatsbürgerschaft für verlustig erklärt" - so steht es in den Bekanntmachungen des "Deutschen Reichsanzeigers".
Die nächsten und letzten Spuren finden sich in den Listen der Deportationszüge von Pithiviers bei Paris nach Auschwitz. Am 2.August 1942 wurden die 35jährige Mutter und fünf Tage später ihr damals 14jähriger Sohn nach Auschwitz zur Ermordung transportiert.
Lieselotte Wartenbergs Ehemann Werner (*10.7.1903 in Berlin) war Mitgesellschafter des SPOTHAUSES JULIUS BACHER. Über seine weiteren Lebensumstände ist nichts bekannt.
Bertha Bacher, eine Schwester von Lieselotte Wartenbergs Vater, wohnte Richard-Wagner-Straße 11. Sie starb im Ghetto Theresienstadt.*

* siehe auch STOLPERSTEIN Richard-Wagner-Straße 11

 


Quellen:

Privatarchiv Gudrun Goeseke

http://www.gedenkbuch.halle.de
Volkhard Winkelmann und Schülerprojekt "Juden in Halle" des Südstadt-Gymnasiums Halle (Hrsg.)
"Unser Gedenkbuch für die Toten des Holocaust in Halle"
Halle 2004, 2. Auflage, weitere Aktualisierungen eingeschlossen