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Uhlandstraße 10

Johanna Ziegelroth geb. Oppenheimer

Hier wohnten
Johanna Ziegelroth geb. Oppenheimer, Rosalie Meyerfeld
und Sofia Loewenthal geb. Meyerfeld

Die Krankenschwester Johanna Ziegelroth war bis zu ihrer Rente Mitarbeiterin in der Arztpraxis ihres Bruders Dr. Gustav Oppenheimer, Leipziger Str.70/71. Im Sommer leitete Sie das von ihrem Bruder gegründete Kinderferienheim in der Dölauer Heide.*
Sie hatte Rosalie Meyerfeld - Krankenschwester i. R. wie sie - und deren jüngere Schwester Sofia Loewenthal bei sich aufgenommen. Die Nationalsozialisten zwangen mit Hilfe ihrer "Rassengesetze" die drei alten Damen, ihre Wohnung in der Uhlandstr.10 zu verlassen und in ein so genanntes "Judenhaus", Hindenburgstr.34 (heute Magdeburger Str. 7) zu ziehen.
Von dort wurden die Schwestern Meyerfeld, gemeinsam mit 153 weiteren Juden, am 1.Juni 1942 von Halle nach Sobibor bei Lublin deportiert und dort am 3.Juni 1942 mit Gas ermordet.
Rosalie Meyerfeld war 65 und Sofia Loewenthal 63 Jahre alt.
Johanna Ziegelroth wurde drei Monate später, am 19.September 1942 zusammen mit ihrer Schwägerin Emilie Oppenheimer* und 71 weiteren jüdischen Hallensern, ins Ghetto Theresienstadt deportiert. Dort starb sie 77jährig am 22.Januar 1942.

*siehe auch Text STOLPERSTEIN Händelstr.3

 


Quellen:

Privatarchiv Gudrun Goeseke

http://www.gedenkbuch.halle.de
Volkhard Winkelmann und Schülerprojekt "Juden in Halle" des Südstadt-Gymnasiums Halle (Hrsg.)
"Unser Gedenkbuch für die Toten des Holocaust in Halle"
Halle 2004, 2. Auflage, weitere Aktualisierungen eingeschlossen