| zurück zur Übersicht |  
 
 




Kohlschüttestraße 7/8

Hier wohnte Frieda Redelmeyer geb. Apfel

Frieda Redelmeyer geb.Apfel wurde am 5.7.1890 in Bebra geboren. Frieda und Moritz Redelmeyer hatten zwei Töchter, Margot (*1913) und Ruth (*1918). Der jüngeren Tochter Ruth gelang es bereits 1936 in die USA auszureisen. Nachdem die nationalsozialistischen "Rassegesetze" Juden und "Ariern" verboten, unter einem Dach zu wohnen, musste auch Familie Redelmeyer ihre Wohnung verlassen und zwangsweise in ein sogenanntes "Judenhaus", Hindenburgstr.34 (heute Magdeburger Str.7), ziehen. Hier starb der 54-jährige Moritz Redelmeyer am 4.Februar 1937. Sein Grab befindet sich auf dem Jüdischen Friedhof, Dessauer Straße. Margot Redelmeyer folgte ihrer jüngeren Schwester. Am 31.Mai 1939 gelang ihr die Flucht nach New York.
Die 51-jährige Frieda Redelmeyer wurde am 1.Juni 1942 gemeinsam mit 154 weiteren Juden von Halle nach Sobibor bei Lublin deportiert und dort am 3.Juni 1942 mit Gas ermordet.


 


Quellen:

Privatarchiv Gudrun Goeseke

http://www.gedenkbuch.halle.de
Volkhard Winkelmann und Schülerprojekt "Juden in Halle" des Südstadt-Gymnasiums Halle (Hrsg.)
"Unser Gedenkbuch für die Toten des Holocaust in Halle"
Halle 2004, 2. Auflage, weitere Aktualisierungen eingeschlossen