| zurück zur Übersicht |  
 
 




Seebener Straße 11

Hier wohnten Isidor Hirsch und Frieda Hirsch geb. Loewenthal

Der Handelsvertreter Isidor Hirsch stammte aus Briesen/Westpreußen. Seine Frau Frieda wurde in Uckermünde geboren. Nachdem die nationalsozialistischen "Rassegesetze" Juden und "Ariern" verboten, unter einem Dach zu wohnen, musste das Ehepaar seine Wohnung verlassen und wohnte ab 1940 zwangsweise in dem angeblichen "Altersheim" auf dem Grundstück des Jüdischen Friedhofs Dessauer Straße - in Wahrheit pferchte man hier jüdische Hallenser auf engstem Raum bis zu ihrer Deportation zusammen. Dort starb Isidor Hirsch 51-jährig zwei Wochen vor der Deportation. Seine Frau, Frieda Hirsch, wurde am 1.Juni 1942 gemeinsam mit 154 weiteren Juden von Halle nach Sobibor bei Lublin deportiert und dort am 3.Juni 1942 mit Gas ermordet. Sie war 63 Jahre alt.


Auf den Spuren von Isidor und Frieda Hirsch - Das Leben in der Boelckestraße 24
Ein Film von Inga Dauter, Doreen Hoyer und Elisabeth Schinner.
Entstanden im Rahmen des Projekts "Stolpersteine - Filme gegen das Vergessen" des Masterstudiengangs MultiMedia & Autorschaft an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg, 2015. HIER >>>


 


Quellen:

Privatarchiv Gudrun Goeseke

http://www.gym-suedstadt.bildung-lsa.de/gedenkbuch/
Volkhard Winkelmann und Schülerprojekt "Juden in Halle" des Südstadt-Gymnasiums Halle (Hrsg.)
"Unser Gedenkbuch für die Toten des Holocaust in Halle"
Halle 2004, 2. Auflage, weitere Aktualisierungen eingeschlossen