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Breite Straße 19

Hier wohnte
Hugo Adler

Hugo Adler wurde am 4.12.1886 in Bremke, Landkreis Göttingen in einer jüdischen Familie geboren. Sein Leidensweg führte ab 1938 über das Konzentrationslager Sachsenhausen ins KZ Buchenwald. Er gehörte zu jener Gruppe jüdischer Buchenwald-Häftlinge, die in der so genannten Aktion „Sonderbehandlung 14 f 13“ von Buchenwald nach Bernburg gebracht wurden. Am 2.März 1942 wurde der 55-Jährige in der Tötungskammer der „Heil- und Pflegeanstalt“ Bernburg mit Gas ermordet.
Um den Mord zeitlich und geographisch zu vertuschen, ließ der SS-Lagerarzt des Konzentrationslagers Buchenwald dem Standesamt Weimar gefälschte Sterbedaten zukommen und so den Tod von Hugo Adler für den 13.März 1942 im Konzentrationslager Buchenwald beurkunden.
Ida Werthheim, die Schwester des Ermordeten, erhielt diese gefälschte Todesmeldung kurz vor ihrer eigenen Deportation.





Quellen:

Privatarchiv Gudrun Goeseke

http://www.gedenkbuch.halle.de

Volkhard Winkelmann und Schülerprojekt "Juden in Halle" des Südstadt-Gymnasiums Halle (Hrsg.):
"Unser Gedenkbuch für die Toten des Holocaust in Halle"
Halle 2004, 2. Auflage, weitere Aktualisierungen eingeschlossen

Hirschinger, Frank: "Zur Ausmerzung freigegeben" Halle und die Landesheilanstalt Altscherbitz 1933-1945, Köln/Weimar/Wien, 2001, S.143.