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Falkenweg 7

In diesem Haus wohnte Martha Dittmar, geb. Jovishoff.

Martha Dittmar, geb. Jovishoff, arbeitete bei der Deutschen Reichsbahn. Ihr Vater, Max Jovishoff, Besitzer einer Papierfabrik, war im Oktober 1938 im Polizeigefängnis umgekommen und die Mutter, Mathilde Jovishoff, im November 1938 nach New York emigriert.

Am 17. November 1942 wurde Martha Dittmar als Folge einer Denunziation aus der Nachbarschaft gemeinsam mit ihrem Ehemann Max verhaftet.
Während der nichtjüdische Ehemann nach einigen Tagen wieder frei kam, wurde Martha Dittmar, die auch aktiv in der kommunistischen Jugendbewegung gearbeitet hatte, der "Vorbereitung zum Hochverrat" angeklagt und im April 1943 nach Auschwitz gebracht.

1945 starb die 36jährige auf einem der "Todesmärsche" aus dem Lager. Ihr Mann und die beiden Söhne überlebten.

 


Quellen:

Privatarchiv Gudrun Goeseke

http://www.gedenkbuch.halle.de
Volkhard Winkelmann und Schülerprojekt "Juden in Halle" des Südstadt-Gymnasiums Halle (Hrsg.)
"Unser Gedenkbuch für die Toten des Holocaust in Halle"
Halle 2004, 2. Auflage, weitere Aktualisierungen eingeschlossen