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Landrain 144

Hier wohnte
Paul Elkan

Der Kaufmann Paul Elkan wurde am 8.12.1899 in Halle geboren. Er heiratete die nichtjüdische Charlotte Liebau. 1923 wurde Tochter Ruth und 1927 Tochter Edith Inge geboren. Nach der Scheidung lebte Ruth bei der Mutter, Edith Inge beim Vater. Mit dem Vater teilte Edith Inge das Schicksal, im sogenannten „Judenhaus“ Forsterstraße 13 leben zu müssen. In dieser Zeit wurde die 13-Jährige auch freiwilliges Mitglied der Jüdischen Gemeinde Halle. Paul Elkan wurde am 1.Juni 1942 gemeinsam mit 154 weiteren Juden von Halle nach Lublin deportiert. Während der größere Teil der Deportierten ins Vernichtungslager Sobibor weiterfuhr, wurde Paul Elkan einer Gruppe „arbeitsfähiger“ Männer zugeordnet und ins KZ Majdanek geschickt. Dort kam der 42-Jährige drei Monate später, am 17. September 1942 zu Tode.

Edith Inge Elkan überlebte. Auf welchem Weg sie in die USA gelangte ist bisher nicht bekannt. Bekannt ist nur, dass sie dort heiratete und einer Tochter das Leben schenkte.

 

 

Quellen:

Volkhard Winkelmann und ehemaliges Schülerprojekt "Juden in Halle" des Südstadt-Gymnasiums Halle: Gedenkbuch für die Toten des Holocaust in Halle, 3. Auflage (2008)
www.gedenkbuch.halle.de