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Am Steintor 18
 



 
 

 
   
 

Hier wohnte

Ida Elkan geb. Wittenberg

Ida Elkan wurde am 12. Juli 1868 in Magdeburg geboren. Die Witwe war Eigentümerin des Hauses Am Steintor 18 bis es von der Gestapo als ‚Judenhaus’ deklariert und zur Zwangsaufnahme aus ihren Wohnungen vertriebener Juden bestimmt wurde. Ida Elkan zog zu ihrem Sohn, dem Juristen Dr. Werner Elkan. Am 26. Februar 1942 wurde sie in das Sammellager auf dem Gelände des Jüdischen Friedhof Dessauer Straße (damals Boelckestraße) eingewiesen und ein Jahr später nach Theresienstadt deportiert. Dort lebte die 74-Jährige noch vier Wochen und starb am 25. April 1943.

Ihr Sohn, dem die Ehe mit einer nichtjüdischen Frau, im Nazijargon ‚Mischehe’, eine zeitlang noch einen gewissen Schutz bot, wurde erst im Februar 1945 nach Theresienstadt deportiert. Er überlebte.


   

 


Quelle:

Volkhard Winkelmann und ehemaliges Schülerprojekt "Juden in Halle" des Südstadt-Gymnasiums Halle [Hrsg.] : Unser Gedenkbuch für die Toten des Holocaust in Halle, 3. Auflage, 2008