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Landsberger Straße 65


Hier wohnten

Max und Anna Brilling geb. Bennigsohn
Bruno und Regina Brilling geb. Mayer

Max Brilling (*1873 ) und seine Frau Anna (*1874) kamen aus Ostpreußen und betrieben in Halle die Pferdehandlung „vorm. Luis Reimann“, Landsberger Str. 65. Ihr Sohn Julius rettete sich vor der Verfolgung nach Palästina/Israel. Sohn Bruno Brilling (Textilkaufmann, *1905 in Ostpreußen) heiratete Regina Mayer (*1910 in Wiesbaden). Im Januar 1939 gelang dem Ehepaar zwar die Flucht nach Belgien, dort wurden sie aber verhaftet und durchliefen mehrere französische Internierungslager, bis sie am 14. August 1942 vom berüchtigten Sammellager Drancy bei Paris aus nach Auschwitz deportiert wurden. Der 37-jährige Bruno starb dort am 7. September 1942, die 32-jährige Regina Brilling am 13.September 1942. Max und Anna Brilling wurden am 26. August 1942 nach Theresienstadt und am 16.Mai 1944 nach Auschwitz deportiert und dort ermordet.


Quellen:

Gedenkbuch des Bundesarchivs f. d. Opfer d. nationalsozialistischen Judenverfolgung in Deutschland

Stadtarchiv Halle, Nachlass Gudrun Goeseke

Volkhard Winkelmann und ehem. Schülerprojekt "Juden in Halle" des Südstadt-Gymnasiums: Gedenkbuch für die Toten des Holocaust in Halle - www.gedenkbuch.halle.de