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Landsberger Straße 67


Hier wohnten

Max und Meta Buchsbaum geb. Abraham

Der Kaufmann Max Buchsbaum (*1880 in Wüstensachsen / Rhön) und seine Frau Meta (*1883 in Schenklengsfeld/Osthessen) betrieben im Erdgeschoss ihres Wohnhauses einen kleinen Strickwarenladen. Ihre Söhne konnten sich vor der nationalsozialistischen Verfolgung ins Ausland retten. Doch zuvor gehörten Alfred (ambulanter Händler, * 1909) und Walther Buchsbaum (Kaufmann, *1914) zu den 13 halleschen Juden, die im Rahmen der „ASR-Aktion“ am 25. April 1938 festgenommen und ins KZ Buchenwald gebracht wurden. Durch die willkürliche Festnahme als angeblich „arbeitsscheue Elemente“ sollten die Betroffenen zum Verlassen Deutschlands gezwungen werden. Alfred Buchsbaum starb 2001 in den USA. Walther Buchsbaum lebt in Florida/USA.

Max und Meta Buchsbaum wurden am 19.September 1942 ins Ghetto Theresienstadt und am 9. Oktober 1944 ins Vernichtungslager Auschwitz deportiert. Diese Transportliste ist das letzte Lebensdokument des 64-jährigen Max Buchsbaum und seiner 60-jährigen Frau Meta.



Quellen:

Gedenkbuch des Bundesarchivs f. d. Opfer d. nationalsozialistischen Judenverfolgung in Deutschland

Stadtarchiv Halle, Nachlass Gudrun Goeseke

Volkhard Winkelmann und ehem. Schülerprojekt "Juden in Halle" des Südstadt-Gymnasiums: Gedenkbuch für die Toten des Holocaust in Halle - www.gedenkbuch.halle.de