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Adolph-von-Harnack-Straße 13 (damals Blumenthalstraße)

Paula Sachs
(1894-1942)

Martin Sachs
(1883-1942)
 
   
   

Hier wohnten

Martin Sachs und Paula Sachs geb. Marcus

Der hallesche Hemdenfabrikant Martin Sachs hatte als deutscher Soldat im 1.Welkrieg gedient. Auch Sohn Rudolf (*1922) war gebürtiger Hallenser. Ehefrau Paula stammte aus Ostpreußen. Sie fühlten sich so sehr als Deutsche, dass sie lange nicht glauben konnten in Gefahr zu sein. Doch im November 1938 wurden Vater Martin und sein 16-jähriger Sohn festgenommen und ins KZ Buchenwald gebracht. Zwar wurden sie wieder entlassen und für Sohn Rudolf konnte ein Visum für England beschafft werden, aber für die Eheleute war es zu spät. Sie wurden in ein „Judenhaus“ (Magdeburger Str. 7, damals Hindenburgstraße 34) eingewiesen und am 1.Juni 1942 ins Vernichtungslager Sobibor deportiert. Dort starben der 59-jährige Martin Sachs und seine 47-jährige Frau Paula noch am Tage der Ankunft in einer Gaskammer. Sohn Rudolf übersiedelte später in die USA, wo auch drei Enkel und vier Urenkel leben.



Quellen:

Gedenkbuch des Bundesarchivs f. d. Opfer d. nationalsozialistischen Judenverfolgung in Deutschland (1933-1945).

Stadtarchiv Halle, Nachlass Gudrun Goeseke

Volkhard Winkelmann und ehem. Schülerprojekt "Juden in Halle" des Südstadt-Gymnasiums: Gedenkbuch für die Toten des Holocaust in Halle - www.gedenkbuch.halle.de

Fotos: Winkelmann, Gedenkbuch (Familie Sachs, privat)