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Rathausstraße 8




Hier wohnten

Isaac und Taube Salkin

Am 1.März 1866 wurde in Halle Isaac Salkin geboren. Gemeinsam mit seiner wesentlich jüngeren Frau Taube Salkin (* 30.3.1883) emigrierte er 1939 - vermutlich per Schiff – nach Shanghai, dem einzigen Ort auf der Welt, wo Juden ohne Visum einreisen konnten. Die Schiffsreisen ab Genua oder Neapel waren oft luxuriös, doch bei der Ankunft wurde alles jüdische Eigentum konfisziert. Das Leben im Ghetto war geprägt von Ausgangsverboten, Enge, Armut und grassierenden Epidemien. Am 27.8.1942 starb der 76-jährige Isaac Salkin, seine 59-jährige Frau nur wenig später am 3.12.1942.



 


Quellen:

Gedenkbuch des Bundesarchivs f. d. Opfer d. nationalsozialistischen Judenverfolgung in Deutschland (1933-1945).

Stadtarchiv Halle, Nachlass Gudrun Goeseke

https://de.wikipedia.org/wiki/Shanghaier_Ghetto (eingesehen 31.10.2015).

Volkhard Winkelmann und ehem. Schülerprojekt "Juden in Halle" des Südstadt-Gymnasiums: Gedenkbuch für die Toten des Holocaust in Halle - www.gedenkbuch.halle.de

Zolnay, Robert: Shanghai, Zuflucht der Juden (In: Zeit-Online, 1.2.2012).